Gerade als ich diese Zeilen tippe, begleitet einer meiner Schützlinge – hier in der Talamanca Region im Dorf des indigenen Volks der Bri-Bris – zwei Bewohner bei einer Wanderung zum Sammeln von Pflanzen, Wurzeln und Rinden für die Zubereitung medizinischer Extrakte.
H. lebt in einem kleinen bescheidenen Häuschen, mitten im Dorf und möchte seine Gastgeber bei ihrer Arbeit unterstützen.
Zu Beginn der Reise war H. punkto Helfen noch skeptisch, weil er doch eigentlich seine Ruhe haben will.
Helfen wird oft als Bürde verstanden
Das kommt daher, dass viele Burnout-Betroffene oder Auszeit-Suchende bisher das Helfen als Belastung, anstatt als freudvolles Teilen erfahren haben.
Viele von ihnen leiden unter einem extremen Helfer-Syndrom.
Sie beklagen sich, dass sie sich in Beruf, Familie und Partnerschaft über ihre Kräfte hinaus aufgeopfert haben.
Schon die Bezeichnung „aufopfern“ zeigt deutlich, dass sie bei der Hilfeleistung keine Erfüllung erfahren konnten.
Vielmehr hat sie das Helfen ausgelaugt und sie sahen ohnmächtig zu, wie sie immer weniger wurden.
Vom Helfen im Alltag zur Hilfe in der Auszeit
Wenn ich nun enthusiastisch berichte, wie bereichernd es ist, während einer Auszeit in Costa Rica auf einer Finca zu leben und mitzuhelfen, schütteln viele Anwärter energisch den Kopf und winken ab: „Nein, danke!“
Doch sie sind in ihrem Urteil etwas voreilig!
Denn sie betrachten das, was ihnen geboten wird, aus der Perspektive ihrer bisherigen Erfahrungen.
Der beste Indikator beim Hilfeleisten ist schlicht und einfach: „Es fühlt sich super an.“ Und zwar:
DAVOR, DABEI UND DANACH
Und diese Synergie erlebst du, wenn du einen Teil deiner Auszeit in einer Archmentoring-Netzwerk Einrichtungen verbringst.
Denn das Helfen ist keine Pflicht, sondern ein echtes Bedürfnis – ein organischer Austausch sozusagen.
„Ich möchte mich während meiner Reise nicht um andere kümmern, sondern um mich selbst!“
Diesen Satz habe ich im Vorfeld der Auszeit Reise sehr oft gehört.
Manche Auszeit-Reisende stellen sich vor, sie besuchen ein Schutzgebiet und werden in eine Arbeitsgruppe eingeteilt.
Das wäre eine typische Freiwilligen-Arbeit, wie sie hier in Costa Rica von vielen Einrichtungen angeboten wird.
Das Archmentoring-Konzept ist kein Voluntär-Programm!
Niemand hindert dich daran, deinen Tag so zu gestalten, wie du es möchtest.
Es gibt weder fixe Arbeitseinteilungen, noch bestimmte Zeiten, an denen dein Einsatz gefordert wird.
Es wird dir lediglich die Möglichkeit geboten, mitzutun, wann immer dir danach ist.
Denn nach mehreren Tagen in der Sonne braten und innerer Einkehr sehnst du dich nach Abwechslung.
Eine Schweizer Familie ließ einen meiner Schützlinge beim Ausbau ihrer Cabinas mithelfen. Aber nicht, weil sie eine billige Arbeitskraft suchten, sondern weil der damals ausgebrannte junge Mann sich dafür begeisterte, mit tropischen Hölzern zu arbeiten.
K. beschrieb seine Erfahrung später als spannend und inspirierend.
Es wird dir viel Freiraum geschenkt
Die geschützte Umgebung, innerhalb eines Projektes oder in einer Familie, bietet dir einen Gestaltungs-Raum, um dich zurückzuziehen. Oder aber – wenn du Lust und Laune hast – nutzt du diesen Raum und probierst etwas Neues aus.
Du stehst in der Früh auf und möchtest den Tag alleine genießen, spazieren gehen, baden und in der Hängematte deine Seele baumeln lassen? – So be it!

Ist dir nach ein bisschen Zerstreuung und Gesellschaft?
Dann freust du dich vielleicht Beete zu bepflanzen, Bäume zu setzen, ein landwirtschaftliches Gerät zu bedienen, einen Rancho zu errichten, Körbe zu flechten oder Tiere zu pflegen.
Es darf also immer ein Mittun sein, mit Spaß und Freude – und genau darum geht es bei Archmentoring.
Es ist keinesfalls so, dass vor Ort dein körperlicher Einsatz verlangt wird.
Es geht darum, zu wählen, was dir gerade guttut.
Hier hat sich gezeigt, dass das Mithelfen = Mitgestalten eine sehr kreative und soziale Komponente für einen Auszeit-Suchenden ist und Befriedigung schenkt.
Wenn du abends zu Bett gehst, blickst du auf einen aktiven Tag und als integrativer Teil der Projekt-Familie zurück.
Du fühlst dich gut, hast deine Kraft sinnvoll eingesetzt und nimmst dich als wertvoll wahr.
Das sind alles heilende Aspekte, die unbewusst deine Auszeit bereichern.
P., ein weiterer Schützling, der 2006 bei mir in Costa Rica war, hatte das Rumsitzen nach einigen Wochen satt und brachte sich in einer Schule in der Karibikregion (wo ich damals unterrichtete), im Sportunterricht ein. Er wurde mit viel Anerkennung belohnt, die Kinder liebten ihn.
Zudem hat P. spielerisch mit seinen Fähigkeiten experimentiert und ist an dieser Erfahrung enorm gewachsen.
Wie heile ich noch, wenn ich in der Auszeit mithelfe?
Wenn sich Helfen gut anfühlt, wenn es ein Bedürfnis und eine gemeinsame, freudvolle Erfahrung ist, dann ist das Honig für deine Seele.
Du darfst herumtingeln, eine Siesta halten, lange schlafen, lesen spazieren, Kanu fahren, eine Regenwald- oder Vogelbeobachtungstour machen…was immer dir beliebt.
Und du bist dort dabei, wo es dir Freude macht, vielleicht, weil du dich beim Essen darüber unterhalten hast, oder einfach das Gefühl hast, das Mittun ist jetzt genau das Richtige für dich.
Du erfährst Helfen und Unterstützen in seiner natürlichen, organischen Form – es wird nicht eingefordert, sondern es ist dir ein Bedürfnis.
Die Freiheit, die du darin erfährst, lösen einen Knoten in deinen falschen Glaubenssätzen, wie beispielsweise
- „Ich muss XY helfen, was bleibt mir übrig..“
- „Es wird von mir verlangt.Punkt.“
- „Wenn ich es nicht tue, lasse ich XY im Stich.“
- „Ich muss funktionieren, sonst verliere ich X….“
Du erkennst, dass wirkliches Helfen freudvoll erlebt wird, indem du das teilst, was du allein durch dein Wesen anderen zu schenken vermagst.
Diese Erfahrung trägt dich mit einer neuen Einstellung zurück in die Heimat.
Und dein Helfersyndrom hast du irgendwo im Urwald von Costa Rica abgestreift.
Wieviel kostet ein Aufenthalt in einer Netzwerk-Famile oder Einrichtung?
Die Unterkünfte in den Netzwerk-Einrichtungen sind sauber, aber einfach und spartanisch. Darauf darfst du dich einstellen.
Im Durchschnitt bezahlst du einen täglichen Beitrag von etwa 50,00 US$.
(inkl.2 oder 3 Mahlzeiten– in manchen Einrichtungen auch nur mit Frühstück).

Dieses Geld bezahlst du direkt vor Ort.
Es ist eine Hilfe, auf die das Projekt, die Familie oder die Artenschutz-Organisation angewiesen ist, um zu überleben.
Auch diese Hilfe darf sich für dich richtig gut anfühlen.
Kann es auch ein bisschen Luxus sein?
„Ein Pool und ein 4-Sterne Hotel heilen mich auch..“
Natürlich wirst du später oder zwischendurch auch andere bequeme, teurere Unterkünfte oder Hotels mit Pool und allem drum und dran genießen können.
Ein bisschen Luxus sollst du dir unbedingt gönnen.
Sei jedoch gewiss:
Wenn du dich später an deine Auszeit-Reise zurückerinnerst, dann werden es vor allem die Augenblicke sein, die du mit Menschen verbracht hast, bei denen du dich geborgen gefühlt hast.
Es sind Momente, wo dir etwas geschenkt wird, das du im Luxus Hotel nicht kaufen kannst, und Augenblicke, in denen du diesen Menschen ein Stück von dir schenkst.
Es ist also nicht der Swimmingpool und der Strand oder das tolle Restaurant allein, die deine Seele in der Auszeit zum Blühen bringen, sondern was du an Menschlichkeit, Wärme, Integrität und Freiheit erfahren hast.
Das ist eine nachhaltige Auszeit und dafür stehe ich mit meinem mein Archmentoring-Projekt.
Willst du ein Teil davon werden?
Möchtest du bereits im Vorfeld mit mir loslegen und schrittweise nach nach Costa Rica wachsen?

Schreib mir eine kurze E-Mail unter info@archmentoring-christine-dietz.com.














